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„Mein Backup-System hat mich überhaupt nichts gekostet”

Chrissi fand Windelfrei sofort logisch. Da ihr Baby von heftigen Bauchschmerzen gequält wurde, war Windelfrei (Elimination Communication) nicht ganz einfach.

Am Anfang war ihr Baby tagsüber viel nackt oder hatte eine Mullwindel zwischen den Beinen. Als Chrissi von nassen Bodys und Hosen genervt war, hat sie ein simples, super günstiges Windelfrei-Backup erfunden.

Ein Gastbeitrag von Chrissi:

Wie Chrissi zu Windelfrei kam

Das Wort Windelfrei habe ich dann zu Beginn meiner Schwangerschaft zum ersten Mal beim Rumstöbern auf Mary Mattiolos Website freie-bildung.ch entdeckt.

Die Idee leuchtete mir sofort ein, ich erzählte es meinem Freund und damit war die Sache für uns dann klar. Für mich geht es nicht um das Herumlaufen oder "frei" sein von Windeln (obgleich die Umweltfreundlichkeit ein schöner und wichtiger Aspekt ist), sondern um die Erfüllung von menschlichen Grundbedürfnissen, um das Reagieren auf die Signale des Kindes.

Wir gingen die Sache relativ uninformiert an und brauchten auch eine Weile, um zu erkennen, dass auch bloße Zappeligkeit schon Signal ist. Wir hatten uns etwas Klareres vorgestellt. Da war auch eine ganz schön große Hemmung, zwei Wochen nach der Geburt das erste Mal dieses winzige zerbrechliche Neugeborene in die Abhalteposition zu bringen und dabei drauf zu achten, nicht den Kopf irgendwo hinrollen zu lassen!

Wie uns Windelfrei und das Abhalten bei Bauchschmerzen halfen

Da unser Sohn anderthalb Wochen nach der Geburt schlimme Bauchschmerzen bekam, die sich auch mit Tragen nur aushalten, aber nicht beheben ließen, gestaltete es sich auch mit Windelfrei oft sehr schwierig.

Wenn er beim Abhalten vor Schmerzen weinte, brachen wir es grundsätzlich ab.

Oft war es aber auch ein einziges gequältes Hin und Her. Er hatte dann Schmerzen beim Abhalten, aber genauso wenn man ihn liegen ließ und auch beim Tragen hampelte er dann.

Wickeln wäre also auch keine entspanntere Alternative gewesen und hätte nichts besser gemacht. Man sah ihm an, dass er trotz Schmerzen im Abhalten eine Erleichterung fand.

Windelfrei Back-Up Stoffwindeln

Nachts hatte er Stoffwindeln, tagsüber war er eigentlich immer nackt im Tragetuch oder lag nackt auf dem Bett. Ich wollte nichts zwischen seiner Haut und meiner Haut haben, erst recht keine doofe Windel. Es war Hochsommer, darum war das kein Problem.

Allerdings war er, wenn er wach war, fast ständig am Drücken, was dazu führte, dass er in vielen kleinen Portionen auch die Pipi abließ, was das Abhalten schon fast zu unserer Hauptbeschäftigung machte.

Es war allgemein eine sehr belastende Zeit, die in meinen Augen durch EC (Elimination Communication = "Windelfrei" = Abhalten) nicht komplizierter geworden ist. Im Gegenteil hatte ich den Eindruck, dadurch irgendwie mehr mit seinen Bauchschmerzen in Kontakt und dadurch auch mit ihm besser verbunden zu sein (auch wenn dies traurig und schmerzhaft war), denn ich setzte mich ja direkt mit den Konsequenzen seiner Schmerzen auseinander und versuchte, sie ihm zu erleichtern.

Ich weiß nicht, ob ich ihn als wickelnde Mutter mit seinen Schmerzen womöglich mehr "weggeschoben" hätte, ihn zwar rumgetragen aber mich sonst nicht weiter darum gekümmert hätte. Ich hätte auf jeden Fall so oder so weniger Zugang, weniger Nähe dazu gehabt.

Durch EC aber wurde sein Bemühen, all diesen drückenden Schmerz loszuwerden, auch meine Priorität. Es erschien uns immer unglaublich kostbar, dass er inmitten von seinem Schmerz dennoch Kommunikation erlebte, ein Reagieren auf seine Zeichen und ein Eingehen auf seine Signale, das sich nicht nur auf das Stillen alle paar Stunden erstreckte, sondern genauso auf sein Ausscheidungsbedürfnis.

Wir hatten den Eindruck, dass ihn das sehr gestützt hat, auch wenn sonst so vieles blöd war, und dass er daraus viel Kraft gezogen hat. Man sah ihm ja die Erleichterung an, wenn man ihn abhielt.

Wie unser erstes Back-Up aussah

Als wir das erste Mal mit ihm Auto fahren mussten, kamen wir nicht drum herum, ihm etwas anzuziehen. Aufgrund der Drückerei stand fest, dass wir ein Backup benötigten.

Die Stoffwindeln, die wir hatten, waren viel zu groß und viel zu warm für tagsüber und Kleidung.

Also falteten wir eine Mullwindel in der Mitte und dann noch zweimal längs und klemmten sie wie eine Einlage in den Body, über dem Po etwas aufgefächert.

Unser Backup war geboren.

Als er klein war, verwendeten wir kleine Mullwindeln oder Moltoneinlagen als Einlage. Später reichten die Moltoneinlagen als Back-Up nicht mehr aus und wir gingen zu größeren Mullwindeln über.

Wie das wasserdichte Windelfrei-Backup entstand

Ein Problem war lange Zeit, dass wir keinen Nässeschutz hatten.

Irgendwann hatte ich die Nase voll von den ständig angepullerten Hosen und zerschnitt die wasserdichten Moltonunterlagen, die wir eh nie benutzten.

Unser Back-Up besteht also aus drei Teilen: Body, den man aufmacht, dann die gefaltete Mullwindel einlegen und darüber dann die wasserdichte Moltoneinlage, Body zu.

Wenn man eine Splitpant hat, die nicht zu locker ist, geht es auch ohne Body. Allerdings haben die Einlagen im Body eigentlich immer den perfekten Sitz und können nicht verrutschen. 

Kostenloses günstiges Windelfrei-Backup

Wie wir das Abhalten mit dem DIY-Backup meistern

  • Beim Abhalten klemme ich das Rückteil vom Body zwischen seinen Rücken und meinen Bauch, die Einlage liegt auf seinem Bauch oder ich halte sie in der Hand, während ich damit sein Bein halte.
  • Am bequemsten bekommst du sie wieder rein, wenn du dein Kind ablegst wie zum Wickeln oder sich auf dem Bauch über die Knie legt (findet meiner immer ganz lustig). Unterwegs geht es auch auf der Schulter.
  • Ein großer Vorteil ist, dass kein Ausziehen in irgendeiner Form nötig ist (wenn man Splitpant nutzt oder einen Reißverschluss unten in der Hose hat).
  • Strumpfhosen habe wir im Schnitt eingeschnitten, so ergänzen sie auch perfekt unser Backup.
  • Ich fand es immer sehr angenehm, das Kind schon in der Abhalteposition halten zu können und nur noch mit einer Hand schnell aufzumachen und die Einlage rausziehen.
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit wenig Stoff viel Backup hat, das sehr gut dichthält. Wenn man dann doch mal eine große Pipi verpasst hat, ist meistens der Body noch trocken oder höchstens am Rand ein bisschen feucht.
  • Für unterwegs stecke ich immer normale Einlagen für Stoffwindeln ein, weil die weniger Platz wegnehmen und auch eine gute Saugfähigkeit haben.
Windelfrei Stoffwindel-Back-Up

Warum mein selbst gebautes Back-Up so praktisch ist

  • An Wäsche kommt sehr wenig zusammen und war auch dann nicht viel, als er wegen der Bauchschmerzen noch fast jedes Backup angenässt hatte.
  • Im Sommer kann man die feuchten Backups ja auch direkt in die Sonne hängen und nach 20 Minuten schon wiederverwenden.
  • Ein großes Geschäft halten unsere Backups inzwischen, mit über 10 Monaten, auf jeden Fall nicht mehr in Gänze, denn dafür ist der Muttermilchstuhl nicht mehr flüssig genug (und auch zu viel, was auf einmal kommt). In den ersten Monaten und für seine “Kackapupse” hat es aber gut ausgereicht.
  • Bei den normalen Stoffwindeln finde ich es nicht so schön, dass das Kind immer gleich ein richtiges "Höschen" anhat, demzufolge weniger Bewegungsfreiheit und mehr Reibung und Stoff an Beinen und Hüfte. Wenn das Kind nur eine Einlage zwischen den Beinen klemmen hat ist da nur ein geringer Verlust an Beweglichkeit und die Beine sind frei, darum nehme ich die normalen Stoffwindeln nur nachts und für das große Geschäft.
  • Den finanziellen Aspekt sollte man wohl auch ansprechen. Ich finde sowohl die üblichen Trainerhöschen als auch die Stoffwindeln etc. ziemlich teuer. Mein Backup-System hat mich überhaupt nichts gekostet, weil ich alles Nötige dafür sowieso schon da hatte.

Wie wir Schwierigkeiten beim Abhalten überwunden haben

Schwierigkeiten hatten wir mit EC vor allem während seiner großen Zahnungsphase, die zusammenfiel mit dem Krabbeln. Er wollte sich außer nachts und nach dem Schlafen gar nicht mehr abhalten lassen.

Nachts waren wir trocken, tagsüber ging alles nur noch ins Backup. Ich hatte EC schon praktisch aufgegeben, verstand zum ersten Mal, was mit Teilzeit-Windelfrei gemeint sein könnte... Und sagte mir:

Hauptsache das Kind ist glücklich, nächstes Backup, nächstes Backup.

Nach vier Wochen war plötzlich das ganze Gezeter vorbei und seitdem klappt es alles wieder ziemlich gut.

Fazit

Zum Glück gibt es mittlerweile viel mehr Informationen zu den verschiedenen Backup-Möglichkeiten zu finden als vor der Geburt meines Sohnes, als ich noch ratlos im Netz herumsurfte.

Am sinnvollsten erscheint es mir, sich anzuschauen, ob man überhaupt ein Backup braucht (auch, wenn es nur zur entspannteren Haltung beiträgt!) und wenn ja, wie viel nötig ist.

Und wenn keines, das man sucht, so richtig zu den individuellen Bedürfnissen passt - einfach selbst kreativ werden! :-)

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