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8 Antworten an Windelfrei-Kritiker, die es dir ausreden wollen

Du  möchtest Windelfrei machen oder dein Baby abhalten, aber von allen Seiten hagelt es Kritik? In diesem Blogbeitrag möchte ich dir 5 ausführliche Antworten auf folgende Fragen mit an die Hand geben:

  1. Ist das nicht zu früh Kinder schon im Babyalter abzuhalten oder aufs Töpfchen zu setzen?
  2. Ja, aber wie soll das Abhalten überhaupt funktionieren?
  3. Aber Babys können doch gar nicht sprechen und Bescheid sagen, dass sie mal müssen!
  4. Ich dachte Kinder können erst ab 1,5 Jahren oder 2 Jahren ihre Blase und ihren Darm steuern?
  5. Okay, aber alle Babys tragen doch Windeln, ich kann mir nicht vorstellen, dass Babys sowas können!
  6. Und in Deutschland, gibt es da Eltern die windelfrei und komplett ohne Windeln leben?
  7. Wenn „Windelfrei“ gar nicht meint, dass Kinder ab ihrer Geburt ständig windelfrei sein müssen, was bedeutet er dann?
  8. Und was sollen da die Vorteile von Windelfrei und Abhalten sein?

Windelfrei Kritik

1) Ist das nicht zu früh Kinder schon im Babyalter abzuhalten oder aufs Töpfchen zu setzen?

Können Babys von Geburt an ihre volle Blase und ihren vollen Darm spüren?

Die Zeit, in der Ärzte dachten, Neugeborene könnten keine Schmerzen empfinden, und sie ganz ohne Schmerzmittel und Narkose operiert haben, sind zum Glück vorbei.

Heute weiß man: Neben Hunger, Müdigkeit und Unwohlsein können Babys von Geburt an spüren, dass sie gerade gestreichelt werden, dass sie getragen werden oder dass sie Bauchschmerzen haben. Genauso bekommen sie auch eine volle Blase oder einen vollen Darm mit. Manche Babys teilen das auch lautstark mit!

Seien wir mal ehrlich: Eine volle Blase, gerade nach dem Schlafen, kann richtig zwicken. Auch ein voller Darm fühlt sich nicht gerade angenehm an. Wir gestehen Babys alle möglichen Empfindungen (Bauchweh, Genuss des Stillens und Nuckelns, Babymassage, Streicheln) zu, aber nehmen an, dass einzig und allein der untere Bauch und die Ausscheidungsorgane keine Nervenzellen abbekommen haben? Wirklich? 😉

2) Ja, aber wie soll das Abhalten überhaupt funktionieren?

Ziemlich simpel:

  1. Du merkst durch die Signale deines Babys, den Rhythmus, Standardsituationen oder deine Intuition, dass es Zeit ist fürs Abhalten oder fürs Töpfchen.
  2. Du legst die Windel ab.
  3. Du hältst dein Baby über ein passendes Gefäß, Waschbecken oder Toilette. Ältere Babys können auch schon gestützt auf einem Töpfchen oder einem Toilettensitzverkleinerer sitzen.
  4. Du sagst dein Schlüsselsignal.
  5. Dein Baby erledigt sein kleines oder großes Geschäft.
  6. Du machst die Windel wieder an den Babypopo.

Fertig!

Das erkläre ich auch noch einmal in diesem Video:

Hier klicken, um ausführliche Abhalte-Anleitung zu lesen

3) Aber Babys können doch gar nicht sprechen und Bescheid sagen, dass sie mal müssen!

Sobald dein Baby zur Welt kommt, kann es schon eine ganze Reihe von Lauten, Gesichtsausdrücken und Körperbewegungen erzeugen, um mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Das Schreien ist wahrscheinlich das bekannteste und deutlichste Signal, mit dem dein Baby dir mitteilt, dass ihm etwas fehlt.

Doch heutzutage weiß fast jede Mama, dass sie nicht auf das Schreien warten muss, bevor sie ihr Baby füttert (oder schlafen legt oder beruhigt). Denn Babys teilen ihre Bedürfnisse schon lange vorher mit leisen Signalen mit. Wenn dein Baby Hunger hat, wirst du zum Beispiel bemerken, dass es:

  1. die Brust sucht: Dein Baby bewegt sein Köpfchen hin und her und öffnet dabei leicht den Mund.
  2. saugt: Dein Baby steckt seine Fingerchen oder die Hand in den Mund und saugt daran. Alternativ streckt es die Zunge aus dem Mund und leckt an den Lippen.
  3. unruhig wird: Dein Baby zappelt mit Armen und Beinen und führt seine Hände wiederholt zum Mund.

Das Filmische Lexikon der Babysprache hat auf YouTube über 100 kurze Filme über die leisen und lauten Signale des Babys auf YouTube online gestellt. Erst wenn ihre leisen Signale nicht gehört werden, fangen Babys an zu meckern und zu weinen.

Doch auch dieses Weinen muss richtig gedeutet werden, um das jeweilige Bedürfnis der Babys zu erkennen. Priscilla Dunstan, die Gründerin von Dunstan Baby Language (DBL), hat sehr viele Babys beobachtet und auf dieser Basis 5 verschiedene Laute gefunden, die eine klare Nachricht senden:

  • „Neh“ – Hunger
  • „Owh“ – Müdigkeit
  • „Heh“ – Unwohlsein
  • „Eer“ – Pupsen/großes Geschäft
  • „Eh“ – Rülpsen

Wie sich diese Laute anhören und wie sie zustande kommen, erklärt sie in der amerikanischen Sendung Oprah.

„Eer“ ist bei Neugeborenen und kleinen Babys ein deutliches Zeichen für Lüfte und das große Geschäft, die gerne den Körper verlassen wollen. Im Laufe der Zeit können sich die non-verbalen Signale deines Kindes verändern. Eine große Liste mit weiteren Anzeichen für das kleine und große Geschäft findest du in diesem Blogbeitrag.

Die wichtigsten Windelfrei Signale sind:

  • meckern
  • Innehalten
  • starren
  • grunzen
  • unruhig werden

4) Ich dachte Kinder können erst ab 1,5 Jahren oder 2 Jahren ihre Blase und ihren Darm steuern?

Folgende wissenschaftliche Belege zeigen, dass schon Babys das kleine und große Geschäft aktiv steuern können. Und dass bereits das Wasserlassen nicht nur als automatischer Reflex stattfindet, sondern bewusst gesteuert wird (vgl. Sillén 2001; Yeung et al. 1995):

  • Die Muskeln der Blasenwand sind stabil. Sie ziehen sich nur während des Wasserlassens zusammen (vgl. Yeung et al. 1995 und Wen Tong 1998).
  • Babys scheiden nicht während des NREM-Schlafes aus, sondern erst wenn sie aufwachen (vgl. Yeung et al. 1995 und Wen Tong 1998).
  • Die Blasen von Neugeborenen laufen nicht einfach so aus. Babys lassen auch dann keinen Urin ab, wenn ihre Blase von außen zusammengedrückt und stimuliert wird (vgl. Gladh et al. 2000).
  • In einer Vergleichsstudie wurde festgestellt, dass das Alter des Trockenwerdens vor allem von kulturellen und nicht von körperlichen Faktoren abhängt. Beispielsweise sind ost-afrikanische Babys bereits mit etwa 5 Monaten trocken (deVries und deVries 1977).

Diese vier Beispielstudien zeigen, dass Babys von Geburt an ihre Ausscheidungen steuern können, aber die sie selbst und ihre Pflegepersonen in den Monaten nach der Geburt noch einiges dazulernen müssen.

Die 9 günstigsten Windelfrei-Backups & ein DIY-Backup

5) Okay, aber alle Babys tragen doch Windeln, ich kann mir nicht vorstellen, dass Babys sowas können!

Nicht alle Babys dieser Welt tragen Windeln und schon gar nicht schon immer.

Was wäre vor Tausenden von Jahren passiert, wenn das Baby die ersten 3 Jahre keinerlei Kontrolle über seine Ausscheidungen gehabt hätte und sich nicht hätte mitteilen können?

Noch ein anderes Argument spricht dafür, dass Kinder ihre Körperfunktionen bereits im Säuglingsalter kontrollieren können und dass Windelfrei kein Humbug ist: Babys kommen ohne Windeln auf die Welt. Hunderttausende Jahre lang wurden Babys von ihren Müttern in den Armen getragen, ganz ohne Windel, Kinderwagen oder eine Wiege. Dass sie von Geburt an das kleine und große Geschäft an einem geeigneten Ort verrichten können (indem sie abgehalten oder zum Hinhocken angeleitet werden), bedeutet deshalb einen evolutionären Vorteil.

Denn wie sieht die Alternativ aus? Was wäre vor Tausenden von Jahren passiert, wenn das Baby die ersten 3 Jahre keinerlei Kontrolle über seine Ausscheidungen gehabt hätte und sich nicht hätte mitteilen können? Dann wären die Eltern komplett verschmutzt herumgelaufen und ihr intensiver Geruch hätte Insekten und gefährliche Raubtiere anlocken können. Der hygienische Nachteil hätte zu einem schnelleren Tod von Eltern und Kind geführt!

Auch tragen mangelnde Hygienebedingungen sicher nicht zu einer starken Eltern-Kind-Bindung bei. Wenn die Eltern jeden Tag 20 Mal das kleine und große Geschäft abbekommen, unterstützt das wohl kaum eine liebevolle Beziehung. Diese aber ist die Grundlage für das Überleben der Menschheit!

Das Wissen, dass schon neugeborene Babys ihre Blase und ihren Darm spüren und teilweise steuern können, ist also nicht nur wissenschaftlich gut belegt, sondern auch völlig logisch.

Windelfrei Neugeborenes abhalten: beste Position und Tipps

6) Und in Deutschland, gibt es da Eltern die windelfrei und komplett ohne Windeln leben?

Wie schon gesagt: Babys sind von Geburt an bereit, ihre kleines und großes Geschäft zu spüren, zu steuern und teilweise Bescheid zu geben. Aber sowohl für die Kleinen als auch für ihre Betreuungsperson bringt das Abhalten und Windelfrei eine Lernkurve mit sich und die ersten Monate wird einiges daneben gehen.

Bei der Methode Windelfrei, wie wir es hier in Europa machen, geht es nicht darum, jedes einzelne kleine und große Geschäft abzufangen. 99 % aller europäischen Eltern machen Windelfrei zunächst mit Windeln. Eltern, die von Geburt an bei ihrem Baby auf Windeln oder Windel-ähnliche Kleidung verzichten, stellen eine absolute Ausnahme dar.

Sind Windeln schädlich: Windelfrei mit oder ohne Windeln?

Die 1%, die keine normalen Wegwerfwindeln oder Stoffwindeln benutzen, haben aber trotzdem Tücher (Mullwindeln, Flanelltücher), wasserdichte Unterlagen und Kleidung zur Hand, um Nässe und das große Geschäft aufzusuagen. Natürlich kann auch ein glatter Boden als Windel genutzt werden und ein verpasstes Geschäft mit einem Lappen weggewischt werden. 🙂

7) Wenn „Windelfrei“ gar nicht meint, dass Kinder ab ihrer Geburt ständig windelfrei sein müssen, was bedeutet er dann?

Ein Blick auf die verschiedenen Windelfrei-Begrifflichkeiten hilft dabei.

In Amerika wird zwar auch manchmal von „diaper free“ (Windel-frei) gesprochen, aber noch viel häufiger von „Elimination Communication“ (EC), also von „Ausscheidungskommunikation“. Auf Deutsch ist das aber leider ein sehr sperriger Begriff.

Andere Synonyme für die Methode Windelfrei sind:

  • infant potty training (Baby-Töpfchentraining bzw. Baby-Sauberkeitserziehung)
  • baby-led potty training (Baby-geleitetes Töpfchentraining bzw. Baby-geleitete Sauberkeitserziehung)
  • Topffit
  • natürliche Sauberkeitserziehung
  • Baby abhalten (über ein geeignetes Gefäß)

8) Und was sollen da die Vorteile von Windelfrei und Abhalten sein?

Teilzeit-Windelfrei mit dem Abhalten und Einführen des Töpfchens haben viele Vorteile. Auch wenn es nicht den ganzen Tag passiert und auch wenn dein Baby Windeln trägt.

  • Kinder lieben das windelfreie Gefühl: Einige Babys spüren eine große Abneigung dagegen, ihr Geschäft in der Windel zu verrichten. Sie sind deutlich zufriedener, wenn sie es außerhalb erledigen können. Außerdem hat das Baby über viel längere Zeiträume eine trockene Windel, wodurch das Wohlbefinden steigt.
  • Durch das häufige Windelwechseln (Empfehlung: alle 1 bis 3 Stunden), den zeitweiligen Verzicht auf Windeln und weil das große Geschäft so selten in der Windel landet, schont Teilzeit-Windelfrei die weiche Babyhaut. Auch Windeldermatitis kann vermieden werden.
  • Im Sinne von Maria Montessoris Grundsatz „Hilf mir, es selbst zu tun!” wird das Bedürfnis der Kinder nach Autonomie erfüllt: Sobald sich die Kindern an den Verzicht auf die Windel und das Abhalten oder Töpfchen gewöhnt haben, lieben sie es sehr, wie die „Großen” Unterwäsche zu tragen und die Mini-Toilette zu benutzen.
  • Eltern freuen sich, dass sie so viel Windelmüll sparen. Mithilfe von Windelfrei können viele Eltern die Stoffwindeln außerdem dünner befüllen und haben weniger Wäsche.
  • Die Kommunikation zwischen Eltern und Kind wird gestärkt, indem Eltern genau auf die Signale ihres Kindes achten und auf seine Bedürfnisse eingehen. Die Reise zur Windelfreiheit bedeutet Beziehungszeit!
  • Viele Kinder lernen das Töpfchen bei Teilzeit-Windelfrei so gut kennen, dass das selbstständige Benutzen des Töpfchens oder der Toilette und das vollständige Trockenwerden viel einfacher und schneller stattfinden.

Natürlich können Babys und ihre Eltern auch ohne Windelfrei eine enge Beziehung pflegen und harmonisch zusammenleben. Auch bietet Teilzeit-Windelfrei nicht das Patent auf ein 100 % glückliches, zufriedenes Baby mit 100 % glücklichen und entspannten Eltern. Aber es kann dazu beitragen! 🙂 

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