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Feuchttücher selber machen: einfache Rezepte und Waschanleitung

Wenn es mal schnell gehen muss, kannst du natürlich zu handelsüblichen Pflegetüchern greifen. Feuchttücher selber machen schont aber nicht nur die Babyhaut, sondern auch den Geldbeutel.

Außerdem könnt ihr mit den selbst befeuchteten, selbstgemachten Feuchttüchern einiges an Müll sparen, egal ob ihr Wegwerfwindeln oder Stoffwindeln benutzt oder euer Baby abhalten wollt. Darum stelle ich euch im Folgenden drei nachhaltige Alternativen zu gekauften Feuchttüchern vor!

Und lass dir verraten, DIY-Feuchttücher sind einfach herzustellen und besonders sanft für die Babyhaut.

Inhaltsverzeichnis

Schlechte Inhaltsstoffe in fertigen Feuchttüchern

Die Liste der Inhaltsstoffe der fertigen Feuchttüchern aus dem Drogeriemarkt ist lang. Oft sind Parabene, Duftstoffe, Tenside und Alkohol enthalten.

Sie sollen haltbar machen, vor dem Austrocknen schützen, reinigen, Keime töten und den Feuchttüchern einen angenehmen Duft verleihen.

Doch das geht nicht ohne Chemie.

Aber was haben Chemikalien an zarter Babyhaut zu suchen? Und vor allem an einem so empfindlichen Bereich wie dem Intim- und Windelbereich?

Können die Inhaltsstoffe von fertigen Feuchttüchern meinem Baby schaden?

Aber was haben Chemikalien an zarter Babyhaut zu suchen? Und vor allem an einem so empfindlichen Bereich wie dem Intim- und Windelbereich?

Oft finden sich sogar Warnungen auf den Verpackungen, dass der Kontakt mit den Augen und Schleimhäuten vermieden werden soll. Dabei werden Feuchttücher unterwegs auch gern mal genutzt, um das Gesicht und die Händchen des Babys abzuwischen.

Die Kleinen nehmen außerdem alles in den Mund und spielen beim Wickeln sehr oft mit den Packungen der Pflegetücher. Beim Wickeln lässt sich Schleimhautkontakt außerdem nicht vermeiden.

Mein Baby hat einen wunden Po. Kann das von den Feuchttüchern kommen?

Solche Erfahrungen machen Eltern immer wieder:

Als ich mit meinem Baby nach der Geburt im Krankenhaus war, gab es dort Wegwerfwindeln und Feuchttücher eines namhaften Wegwerfwindelherstellers. Alle nutzen sie.

Ich war erschöpft und entgegen alle guten Vorsätze gab ich ihnen eine Chance. Diese wurde prompt mit einem wunden Babypo quittiert.

Durch den ständigen Kontakt mit Urin und Stuhl und das warme und feuchte Klima in der Windel ist die Haut im Windelbereich sowieso schon strapaziert. Sie ist aufgeweicht und Bakterien fühlen sich bei diesen Bedingungen sehr wohl.Jessica von Stoffwindelberatung-Berlin.de

Spanische Wissenschaftler 2014 herausgefunden, dass in den Feuchttüchern jedes vierten Herstellers bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten sind, die nicht deklariert und teilweise sogar verboten sind!

Als Beispiel hier die Inhaltsstoffe der Pampers Sensitiv Feuchttücher:

Aqua, Propylene Glycol, Phenoxyethanol, Trilaureth-4 Phosphate, PEG-40 Hydrogenated Castor Oil, Bis-PEG/PPG-16/16PEG/PPG-16/16 Dimethicone, Sodium Phosphate, Xanthan Gum, Methylparaben, Disodium EDTA, Caprylic/Capric Triglyceride, Ethylparaben, Propylparaben, Aloe Barbadensis (Gel), Bisabolol, Chamomilla Recutita (Extract).Davon sind “Trilaureth-4 Phosphate” und “PEG-40 Hydrogenated Castor Oil” Tenside.

Codecheck schreibt: “PEG/PEG-Derivate verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Diese Stoffe können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen. In Salben werden sie eingesetzt, um die Bestandteile gleichmäßig zu mischen; in Shampoos dienen sie auch als Tenside.”

Parabene in Feuchttüchern?

Parabene werden synthetisch hergestellt und sollen Produkte haltbarer machen. Über sie wird kontrovers diskutiert. In Dänemark sind sie beispielsweise in Produkten für unter 3-Jährige verboten. Seit April 2015 sind Propyl- und Butylparaben in Europa in Produkten für den Windelbereich verboten.

Allergien gegen Parabene sind zwar selten, aber langkettige Parabene können wie weibliche Hormone wirken und sich – wenn sie einen Grenzwert überschreiten – negativ auf Fortpflanzung, Drüsen und Nerven auswirken.

Das gewünschteste Wunschkind hat in einem sehr ausführlichen Artikel über diese bedenklichen Stoffe in Kosmetika berichtet:

“Die Zahlen hinter den Produkten stehen für folgende Chemikalien: (1) Methylparaben, (2) Propylparaben, (3) Ethylparaben, (4) Butylparaben, (5) Ethylhexyl Methoxycinnamate, (6) 4-Methylbenzylidene Camphor.
[…]"

Wenn du noch mehr über Parabene erfahren möchtest und ob sie wirklich so gefährlich sind, kannst du diesen sehr interessanten Artikel einer promovierten Molekularbiologin lesen.

Starke Tenside in Feuchttüchern?

Tenside sorgen dafür, dass alle Inhaltsstoffe in den Feuchttüchern gut durchmischt sind. Sie helfen bei der Reinigung. Gleichzeitig können sie den pH- Wert der Haut verändern und so den natürlichen Säureschutzmantel der Haut zerstören, was Bakterien und Pilzen Tür und Tor öffnet. Manche Tenside sorgen dafür, dass die Haut durchlässiger wird und Schadstoffe (und auch bedenkliche Inhaltsstoffe in den Feuchttüchern selbst) schneller in den Körper gelangen.

Diese ganze Geschichte mit den Tensiden ist auch der Grund, warum zu häufiges Duschen der Haut schadet, selbst wenn du schon erwachsen und aus dem Kleinkindalter heraus bist.

Wenn du also 8 Mal am Tag deinem Baby mit einem fertigen Feuchttuch über den Po gehst, dann ist es so als würdest du den Popo 8 Mal am Tag mit Waschgel duschen.

Das würdest du bei dir auch nie selbst machen oder?

Kinderärzte raten manchmal dazu, lieber fertige Öltücher zu kaufen, da diese anscheinend seltener einen wunden Po machen.

Trotz der erfreulichen Testergebnisse lautet das Fazit: “Öko-Test rät Eltern dazu, auf Parfüm zu verzichten und stattdessen auf den Waschlappen zurückzugreifen. Außerdem: Viel Luft an den Babypopo lassen, damit er nicht so schnell rot wird.”

Nur mit Wasser wird der Babypopo auch sauber. Oft sogar noch sauberer!

Weitere Inhaltsstoffe in Feuchttüchern, die möglicherweise bei deinem Baby Reaktionen auslösen

Alkohol soll ebenfalls konservieren, trocknet die Haut aber aus und wirkt ab 3% zellschädigend.

Duftstoffe wie Limonene, Geraniol oder Citronellol sind zwar auch in Naturkosmetik vorhanden, können die Haut aber reizen und rufen häufig Allergien hervor. 

Nachteile gekaufter Pflegetücher

  • Aufgrund der Inhaltsstoffe solltet ihr sie nur sparsam verwenden. Denn Fertig-Feuchttücher können die sensible Haut eures Babys angreifen. Spätestens, wenn der Popo rot oder wund wird, wird es Zeit für einen Wechsel hin zum selbst gemachten Feuchttuch.
  • Gekaufte Feuchttücher belasten das Haushaltsbudget stärker als DIY-Feuchttücher.
  • Handelsübliche Feuchttücher produzieren viel Müll und zersetzen sich nicht. Sie gehören darum auch in den Restmüll und dürfen nicht in der Toilette entsorgt werden.

Tipp: Um die Müllbelastung zu reduzieren, kannst du die gekauften Feuchttücher nach der Verwendung waschen oder als Windelvlies verwenden. Am besten aber machst du Feuchttücher zukünftig einfach selbst. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Blogbeitrag!

Feuchttücher-selbst-machen

1) Die sauberste Alternative für Feuchttücher

Wenn du Wegwerfwindeln verwendest, dann wirst du sicher schon ein gewöhnungsbedürftiges Talent deines Babys entdeckt haben: Beim Überlaufen der Wegwerfwindel verteilt sich der Stuhl auf magische Weise vom kleinen Zeh bis zu den Ohren. (Übrigens: Mit passenden Stoffwindeln wird dir das nicht mehr passieren, da die Bündchen viel besser dicht halten.)

In diesem Fall reichen ein oder zwei Feuchttücher wohl kaum aus. Stattdessen wird dein Baby ein kurzes Bad im Waschbecken nehmen oder gleich abgeduscht. Diese Methode ist auch dann besonders praktisch, wenn dein Baby nicht so gern auf dem Wickeltisch liegt oder das große Geschäft innerhalb der Windel epische Ausmaße annimmt.

Was erst umständlich klingt, gelingt in der Praxis mit etwas Übung viel schneller, als mit dutzenden Tüchern sauber wischen zu müssen. Weitere Vorteile dieser Methode? Zum einen wird der Popo damit sehr sauber. Zum anderen genießen die meisten Babys es, unter das Wasser gehalten zu werden. Und schließlich hast du ganz ohne Vorbereitung eine müllfreie Alternative zu Feuchttüchern!

So geht’s:

  • Du ziehst die Hose und Strumpfhose deines Babys aus. Der Body wird aufgeknöpft und am besten über der Schulter wieder verschlossen.
  • Du läufst zur Toilette (bzw. zum Windeleimer) und öffnest die Windel. Dort legst du die schmutzige Windel ab.
  • Anschließend hältst du den Babypopo direkt unter den angenehm warmen Wasserstrahl und säuberst dein Baby.
  • Ein extra markiertes Popo-Handtuch im Bad sorgt dafür, dass ihr euch nicht versehentlich damit die Hände abtrocknet. Jetzt tupfst du vorsichtig dein Baby auf deinem Arm trocken.
  • Nachdem dein Baby eine neue Windel bekommen hat, verschließt du den Body wieder.

Übrigens: Falls bei euch zu Hause nur langsam warmes Wasser kommt, dann kannst du auch kühleres Wasser nutzen. Nach einer kurzen Umgewöhnungsphase stört das die wenigsten Babys. Die Feuchttücher aus der Packung sind ja meistens auch nicht warm, oder?!

2) Waschlappen

Am einfachsten ist es, wenn man an den Wickeltisch eine Schale mit warmem Wasser stellt und Einmalwaschlappen, Wattepads, trockene Pflegetücher/Kosmetiktücher aus der Drogerie oder Küchenrolle nutzt. Das ist unterwegs auch gut umsetzbar. Kaum Chemie aber etwas Müll.

Günstiger sind natürlich Waschlappen aus Stoff oder andere Stoffstücke – Du kannst kleine Stofftücher kaufen oder ein paar alte T-Shirts zerschneiden, die Ränder müssen nicht vernäht werden. Diese kleinen Tüchlein können gewaschen und wiederverwendet werden. Du hast sie vielleicht sowieso zu Hause? 🙂

Mit dieser Methode hatte mein Baby zwar keinen wunden Po mehr, aber ich fand die Vor- und Nachbereitung jedes Mal aufwendig: Schüssel mit warmen Wasser befüllen und hinterher wieder wegbringen bzw. Wasser rechtzeitig kochen und in die Thermoskanne füllen.

Außerdem entleerte mein Baby die Schälchen gelegentlich mit einem Fußtritt.

Menno!Jessica von Stoffwindelberatung-Berlin.de

3) Kokos-Rezept für DIY-Feuchttücher

Jessica Sawatzke von Stoffwindelliebe – Stoffwindelberatung Berlin liebt es, Waschlappen vorzubereiten, um sie dann wie Feuchttücher aus einer Box zu ziehen. Das ist ihr DIY-Rezept:

  • Für 15 Waschläppchen à 15 x 15 cm rühre ich einen Teelöffel Kokosnussöl in 200 ml abgekochtes (und damit keimfreies) Wasser an.
  • Die Lösung gebe ich dann über die bereits gefalteten Lappen in einer Box. Diese begleitet mein Baby und mich auf allen Wegen und hält ungefähr 2 Tage (Kokosöl wirkt antibakteriell).
  • Wer möchte, kann auch noch einen Spritzer Babywaschgel hinzugeben. Das hilft dabei, dass sich Öl und Wasser vermischen.
  • Nach Gebrauch werfe ich die Tücher zum Trocknen in ein kleines Wäschenetz. Unterwegs kommen sie mit in den Wetbag.
  • Die selbst gemachten Feuchttücher werden bei 60 °C und mit meinem normalen Vollwaschmittel mit Sauerstoffbleiche gemeinsam mit den Stoffwindeln gewaschen. Falls du Wegwerfwindeln benutzt, wirfst du die Feuchttücher einfach zu den Handtüchern.

Das Ergebnis: Kein Müll mehr, ein nach Kokos duftender zarter Babypopo und eine glückliche Mama! :)

Zusatztipp: Falls du nicht möchtest, dass dein Baby nach Bounty riecht, empfehle ich dir Lavendelöl. Es wirkt ebenfalls antibakteriell und beruhigt die Haut.


4) Praktisches Komplett-Set, um Feuchttücher selber zu machen

Eine besonders einfache und praktische Möglichkeit, um DIY-Feuchttücher und feuchtes Toilettenpapier herzustellen, bietet das Happy Bottom Kit von Bamboolik. Denn das nachhaltige Set enthält alles, was du für saubere Hände, Mund oder Popo benötigst. Egal wo du gerade bist: ob zu Hause oder unterwegs und ob es dort Wasser gibt oder nicht.

So funktioniert das Happy Bottom Kit

Wie in der DIY-Variante stellst du auch mit dem Set von Bamboolik eine hautschonende Wasser-Öl-Emulsion her. Wird diese dann in die Sprühflasche gegeben, die im Set enthalten ist, kannst du die Flüssigkeit entweder direkt auf der Haut oder auf einem Tuch anwenden.

So funktioniert’s:

  1. Koche Wasser auf.
  2. Gib das Waschöl von Happy Bottom bis zur Markierung in die leere Sprühflasche.
  3. Fülle die Sprühflasche mit dem abgekühlten, maximal handwarmen Wasser auf.
  4. Schüttle die Sprühflasche vor jeder Anwendung.
  5. Sprühe die fertige Lösung auf ein Tuch oder direkt auf die Stelle, die du reinigen möchtest.
  6. Das Öl-Wasser-Gemisch sollte innerhalb von zwei Tagen verbraucht werden.

Happy Bottom Kit

Auch wenn du die fertige Emulsion in einer Schüssel aufbewahrst und neben den Wickelplatz stellst, bist du optimal vorbereitet. Mische dafür 10 ml Öl und 50 ml abgekochtes Wasser. Legst du dann die Tücher hinein, kannst du damit Baby-Popo, schmutzige Hände oder den Mund sanft reinigen.

Tipp für Mütter: Selbst als Make-up-Entferner funktioniert das Öl einwandfrei. Mit weichen, waschbaren Abschminkpads löst es das Augen-Make-up sanft und zuverlässig.

Das Happy Bottom Set von Bamboolik beinhaltet diese Produkte:

  • 10 waschbare, weiche Tücher
  • 1 kleine leere Sprühflasche, um die Waschemulsion hineinzufüllen und sie mehrere Tage aufzubewahren.
  • 1 waschbarer Windelsack Größe XS: In dem wasserdichten Windelsack finden die Tücher und das Öl unterwegs Platz.
  • 1 kleines Wäschenetz: Damit kannst du die schmutzigen Tücher zu Hause luftig auf die Wäsche warten lassen und vermeidest Schimmel. Vor dem Waschgang legst du das geöffnete Wäschenetz in die Waschmaschine, ohne die Tücher anfassen zu müssen. Bei 60 °C mit Vollwaschmittel werden die Tücher sauber.
  • 100 ml Happy Bottom Öl: Das Waschöl, das frei von Konservierungsmitteln und synthetischen Duftstoffen ist, besteht aus ätherischem Lavendelöl und anderen pflanzlichen Ölen. Die hochwertigen Öle schützen die natürliche Fettschicht und fetten die Haut nach – perfekt für DIY-Feuchttücher!

Häufige Fragen zu selbst gemachten Feuchttüchern

Was ist die Alternative zu fertigen Feuchttüchern aus der Drogerie?

  • Mache ein kleines Tuch (auch Waschlappen genannt) oder einen Einmalwaschlappen unter dem Wasserhahn, in einer Schüssel oder mit dem Wasser aus der Thermoskanne nass.
  • Reinige den Po deines Babys direkt unter dem Wasserhahn.
  • Bereite die Tücher alle zwei Tage mit einer Öl-Emulsion vor und gib sie in einen wasserdichten Wetbag oder eine Dose, um sie wie DIY Feuchttücher zu benutzen.
  • Bereite eine kleine Sprühflasche vor, um die Tücher immer direkt, wenn du es brauchst, anzufeuchten.

Noch Fragen?!

Für welche der drei Alternativen du dich auch entscheidest: Feuchttücher lassen sich sehr leicht selber machen. Du brauchst nur einen Waschlappen und eine kleine Sprühflasche – oder eben fließendes Wasser. Da selbst gemachte Feuchttücher preiswert sind und die Babyhaut und die Umwelt schonen, machst du mit deiner DIY-Variante auf jeden Fall alles richtig!

Teile diesen Artikel mit allen Familien, die noch Feuchttücher kaufen und damit oft weniger schöne Inhaltsstoffe an den Popo ihres Kindes lassen.

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